Übles Viralmarketing

Wer jemanden wider besseres Wissen bei einem andern eines unehrenhaften
Verhaltens oder anderer Tatsachen, die geeignet sind, seinen Ruf zu schädigen, beschuldigt oder verdächtigt, wer eine solche Beschuldigung oder
Verdächtigung wider besseres Wissen verbreitet wird, auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft.

Das ist ein Auszug aus dem schweizerischen Strafgesetzbuch und verankert
somit die Strafe für die Verleumdung.

Wie sieht es allerdings mit übler Nachrede und Verleumdung aus, wo fängt die
üble Nachrede an und wann wird sie zur Verleumdung?

Tagtäglich passiert beides entweder getrennt voneinander oder einzeln und
die Rollen reichen von „der Täter“, „das Opfer“ oder „der Zeuge“.

Verleumdung und üble Nachrede scheinen sich, aus meiner Sicht zumindest,
dort einzunisten, wo ein gefestigter Charakter, Erfolg und Nutzen für die
Gesellschaft ein Ende finden.

Wie kann man sich davor schützen, retten oder verhindern? Selbst wenn es
kein Allheilmittel für diese Krankheit gibt, ist meine bisher beste Lösung,
dass konsequente Entfernen und Fernhalten von Personen, die diese „Straftat“
begehen – Also „Stopp dem (un)menschlichen Viralmarketing“.

Lehrmeister Natur

Gestern war ich auf der Innovationswoche, einer ausserordentlich
interessanten Veranstaltung der IBM Research GmbH und manufuture CH in
Rüschlikon.

Innovation – ein oft gebrauchtes und missbrauchtes Wort, welches auf der
derzeitigen Hitparade aller Branchen auf Nummer 1 seinen Platz konkurrenzlos
inne hat.

Innovation kommt vom lateinischen und bedeutet übersetzt „etwas neu
Geschaffenes“. Dem Wort „Erschaffen“ gegenüber habe ich jedoch allerhöchsten
Respekt und würde aus diesem Grund immer nur von einer „Weiterentwicklung,
Anpassung oder einem Abschauen“ bestimmter Dinge sprechen.

Letztlich muss jeder, der sich für einen Erfinder oder Innovator hält,
ehrlich zugeben, dass die Natur DAS Vorbild schlechthin ist und der Mensch
als ebenfalls geschaffenes Wesen nichts NEUES erschaffen kann.

Dennoch ist es unabdingbar, das Veranstaltungen wie diese kein Einzelfall
sondern das Thema „Innovation“ eigentlich täglich auf der Agenda von
Unternehmen und der Politik stehen muss.

„Innovation“ muss demzufolge umfassend sämtliche Bereiche in unserem Leben
berühren und hier kann der Bereich Bionik ein erfolgversprechender Schlüssel
zu tatsächlichen Errungenschaften sein.

Zusammenprall in Davos

Davos – eigentlich Treffpunkt internationaler Skihasen – aber dieses Mal soll nicht der Schnee von gestern das zentrale Thema des WEF 2009 sein.

Donnerstag, 29.01.2009 – Was steht heute auf der Agenda des WEF 2009: unter anderem das (globale) Wertesystem. Also viele sprechen oder schweigen oder sind einfach nur „besorgt“, über die bisherige Werteformel.

Welche VIPs bietet die internationale Bühne heute: der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, Stephen Green (Group Chairman der Bank HSBC) und James Schiro (Vorstandsvorsitzender von Zurich Financial) und viele viele andere interessante und vor allem interessierte Berühmtheiten.

Das Wertesystem; ein berechtigtes Thema, wie ich finde. Welche Werte könnten wie verändert werden, um relativ bald – also wenn möglich noch in diesem Jahrhundert – sichtbare, nachhaltige und ehrliche Ergebnisse zu erlangen?

Interessanter finde ich allerdings die Frage: Was passiert, wenn VIPs (Very Important Person) und VITs (Very Important Topic) aufeinander treffen? oder Wer ist die RMS Titanic und wer der Eisberg?

Offen für (was)?

Am 08. Februar ist es soweit, da soll die Schweiz über die Personenfreizügigkeit abstimmen.

Es geht also darum die Schweizer Grenzen – trotz Bodensee, Alpen und einem jahrhundertelangem Inseldasein überwindbarer zu machen oder eben auch nicht.

Betrachten wir dieses Thema näher, so muss man doch zugeben, dass die Schweiz die vergangenen Jahrhunderte niemals ein Ort ausschliesslich nationaler Geschäfte war.

Firmen wie die ABB, Nestle, Novartis, Swatch oder Julius Bär arbeiten und verdienen Ihre Gelder auch nicht überwiegend im Inland. Also können es nicht die ausländischen Faktoren sein, die hier einen Teil der dreisprachigen Schweiz verunsichern.

Einwanderungswellen, Berührungsängste und eventuelle Verluste im Lebensstandard scheinen hier eine grosse Rolle zu spielen.

Aber würde man einem Gegner der Personenfreizügigkeit in der Schweiz jeweils eine Hand voll US Dollar, Britische Pfund und Euros in die Hand drücken, würde dieser von einer Währungsfreizügigkeit sprechen?

Verantwortung

Würde man Sie heute fragen, ob Sie verantwortungsvoll sind, wie wäre Ihre Antwort darauf?

Wenn man das Wort „Verantwortung“ näher unter die Lupe nimmt, sticht einem die Endung und damit das Wort „Antwort“ sofort ins Auge. So könnte man doch sagen, dass wir auf mögliche Fragen oder Konsequenzen aus einer übernommenen Aufgabe heraus, fähig und bereit sein müssen adäquat und langfristig (zumindest bis zur offiziellen versprochenen Dauer) „antworten“ zu können.

Würden wir heute George W. Bush fragen, ob er persönlich für die Folgen seiner Handlungen aus seiner Amtszeit gerade gestanden ist oder ob es eine glückliche Fügung des Schicksals aller war, dass er nicht nur Obama sondern der ganzen Welt ein schweres Erbe hinterlässt, wie wäre wohl seine Antwort darauf? Oder vielleicht könnte man auch die Subprime Krise als Wurzel allen Übels in dem momentanen Finanz- und Weltwirtschaftsdebakel betrachten, aber wäre das wirklich vollständig und richtig?

Fakt ist, dass Verantwortung übernehmen und tatsächlich verantworten völlig unterschiedliche Dinge zu sein scheinen, bei der die meisten beim ersteren am Anfang eher aktiv „antworten“ und beim zweiten eher passiv bis hin zum endgültigen Versagen enden.

Winston Churchill hat einmal gesagt: „Der Preis der Größe heisst Verantwortung.“ und wenn wir diesen Satz und unsere „Antworten“ in Form unserer Handlungen in Beruf, Familie, Politik, Wirtschaft, Umwelt, Gesellschaft und allen voran unser Verantwortungsbewusstsein uns selbst gegenüber betrachten, wie gross oder klein wären wir dann?